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200 Jahre
Frankfurter Sparkasse

Von 1822 bis heute.

200 Jahre
Frankfurter Sparkasse

Von 1822 bis heute.

Begeben Sie sich mit uns auf eine spannende Zeitreise unserer  200-jährigen Geschichte.

Von 1816 bis 1871

Von 1816 bis 1871

Eine Sparkasse für Frankfurts „kleine Leute“

Am 24. November 1816 gründen gesellschaftlich engagierte Frankfurter Honoratioren, die ihre Stadt und die Lebensgrundlage ihrer Bürgerinnen und Bürger durch wissenschaftliche und technische Neuerungen voranbringen möchten, die Polytechnischen Gesellschaft. Symbol der noch jungen Vereinigung wird 1822 der Bienenkorb, der für emsige Strebsamkeit, Fleiß und Sparsamkeit steht. Um auch einfachen und bedürftigen Menschen neue Perspektiven zu eröffnen, gründet die „Gesellschaft zur Beförderung der nützlichen Künste“, wie die Polytechnische Gesellschaft mit vollem Namen heißt, noch im März des gleichen Jahres die Frankfurter Sparkasse.

Nur drei Monate später, am 12. Juni 1822, nimmt die Frankfurter Sparkasse ihren Betrieb in einem Raum im Haus des Weinhändlers Andreas Peters in der Großen Sandgasse nahe des Liebfrauenbergs auf. Die Bilanz am Eröffnungstag: Zehn Kunden eröffnen ein Sparkonto mit Einlagen in Höhe von 416 Gulden.

Vorangige Aufgabe der Sparkasse ist es „unbemittelten Personen, Dienstboten, Handwerkern und dergleichen Gelegenheit darzubieten, ihre kleinen Ersparnisse sicher und verzinslich anlegen zu können, den Geist der Sparsamkeit zu erwecken und zu nähren, die Ansammlung eines kleinen Kapitals für Zeiten der Not und für das Alter zu erleichtern, durch Beförderung der Sparsamkeit den städtischen Armen Aerar [die Stadtkasse] zu entlasten“. Bis zu diesem Zeitpunkt gibt es in Frankfurt nur Privatbanken für wohlhabende Kundinnen und Kunden.

Bis Mitte der 1860er Jahre übernehmen Mitglieder der Polytechnischen Gesellschaft den auf wenige Stunden in der Woche begrenzten Schalterdienst. Die Frankfurter Sparkasse entwickelt sich sowohl in den Zeiten der Revolution 1848/49, als auch während des deutsch-deutschen Krieges 1866 kontinuierlich weiter. Nur vier Jahre später kommt es zum deutsch-französischen Krieg. Auch die Frankfurter Einwohnerschaft jubelt, als der Sieg der deutschen Truppen über Napoleon III. in der Schlacht von Sedan bekannt wird. Am 18. Januar 1871 wird in Versailles der preußische König Wilhelm zum Deutschen Kaiser erhoben.

Anders als zunächst befürchtet, entwickelt sich die ehemals Freie Stadt Frankfurt unter preußischer Herrschaft rasant und die Frankfurter Sparkasse mit ihr. 50 Jahre nach ihrer Gründung ist sie ein solides Unternehmen, das aus dem Geschäftsleben der Stadt Frankfurt und ihrer Bürgerinnen und Bürger nicht mehr wegzudenken ist.

Von 1871 bis 1929

Von 1871 bis 1929
 

Die Frankfurter Sparkasse bleibt auch in Krisenzeiten eine sichere Bank

Das 1871 gegründete deutsche Kaiserreich stellt die Frankfurter Sparkasse vor neue Herausforderungen. Mit der nationalen Einheit wird der Weg frei für eine einheitliche nationale Währung. Für die Frankfurter Sparkasse bedeutet die Währungsumstellung von Gulden und Taler auf Mark einen großen organisatorischen Aufwand und komplizierte Umrechnungen. Da die Frankfurter Sparkasse noch vornehmlich Einlagen verwaltet, bleiben die Kundinnen und Kunden von Krisensituationen wie dem Wiener Börsensturz am 9. Mai 1873 verschont.

1879 zieht die Frankfurter Sparkasse in die Neue Mainzer Straße um, in der sich bis heute die Verwaltung des Geldinstituts befindet. Bereits Ende des 19. Jahrhunderts konzentrieren sich an der Grenze zum Westend die Banken. Durch Zuzug und Eingemeindungen wächst Frankfurt so stark, dass die Frankfurter Sparkasse in den 1880er Jahren erste Filialen einrichtet, um näher an den Kundinnen und Kunden zu sein. Per Telefon sind die Zweigstellen mit der Zentrale verbunden. Neben dem Fernsprecher halten in den nächsten Jahrzehnten weitere Neuerungen wie „fliegende Conti“ in Form von Karteikarten als Ersatz für die kiloschweren Kassenbücher und die Elektrifizierung im Jahre 1910 bei der Frankfurter Sparkasse Einzug.

Während des 1. Weltkriegs wird der Großteil der Sparkassen-Mitarbeiter in die Wehrmacht einberufen und durch weibliche Aushilfskräfte ersetzt. Als wären die Schrecken des Krieges nicht schon genug, verlieren nach der Niederlage 1918 nicht nur die von den Kundinnen und Kunden der Frankfurter Sparkasse gezeichneten Kriegsanleihen ihren Wert. Die immense Staatsverschuldung des Deutschen Reichs löst eine Hyperinflation aus, die erst durch eine Währungsreform der 1919 gegründeten Weimarer Republik und mit Einführung der Reichsmark 1924 überwunden werden kann.

Die Kundinnen und Kunden vertrauen auch in und nach Krisenzeiten der Frankfurter Sparkasse ihren Notgroschen an. Vom Kurssturz der New Yorker Börse am 29.Oktober 1929, der auch viele deutsche Anleger und Unternehmen, die in Aktien investiert haben, mit in den Abgrund reißt, bleiben sie verschont.

Von 1935 bis 1988

Von 1935 bis 1988
 

Nach dem Zweiten Weltkrieg steigt die Frankfurter Sparkasse zu einer der größten Sparkassen in Deutschland auf

Die Entwurzelung vieler Menschen nach dem verlorenen 1. Weltkrieg und die Weltwirtschaftskrise in den 1920er Jahren, begünstigen den Aufstieg der Nationalsozialisten. Zwei Jahre nach der Machtergreifung wird die Frankfurter Sparkasse 1935 gleichgeschaltet und das bisherige Führungspersonal durch überzeugte Nationalsozialisten ersetzt.

Während des Zweiten Weltkriegs werden zahlreiche Mitarbeiter zur Wehrmacht eingezogen. Die Zentrale der Frankfurter Sparkasse in der Neuen Mainzer Straße und mehrere Filialen werden durch Bombenangriffe 1944 stark zerstört. Der Geschäftsbetrieb geht in Kellern und Ausweichquartieren weiter. Nach dem Krieg kehrt Sparkassendirektor Fritz Hetzer, der 1935 auf Druck des nationalsozialistischen Regimes seinen Platz räumen musste, an die Spitze des Geldinstituts zurück. Gemeinsam mit Mitarbeitern, die das Ent­nazifizierungs­verfahren durchlaufen haben, baut er die Frankfurter Sparkasse wieder auf.

Die größte Herausforderung für die Frankfurter Sparkasse ist die Währungsreform. Am 20. Juni 1948 können die Frankfurter Bürgerinnen und Bürger u.a. in einem Zelt der Frankfurter Sparkasse in der Neuen Mainzer Straße 40 DM im Tausch gegen 40 RM in Empfang nehmen. Mit der Währungsumstellung haben Lebensmittelrationierung und Schwarzmarkthandel ein Ende. Bereits in den 1950er Jahren können die Kundinnen und Kunden wieder Geld für größere Anschaffungen und erste Urlaubsreisen zurücklegen. Die Frankfurter Sparkasse expandiert und errichtet mit dem „Bienenkorb-Hochhaus“ an der Zeil und dem Neubau der Zentrale in der Neuen Mainzer Straße sichtbare Zeichen des Wirtschaftswunders.

In den kommenden Jahrzehnten weitet die Frankfurter Sparkasse ihre Filialstandorte und ihre Geschäftsfelder weiter aus. Bereits 1977 führt die Frankfurter Sparkasse eine erste Kreditkarte ein und 1978 geht der erste Geldcomputer Frankfurts vor der Filiale Hauptwache an den Start. Mit rund 400 Kreditinstituten ist Frankfurt 1988 der am härtesten umkämpfte Bankenplatz Deutschlands. Um die Frankfurter Sparkasse für die Zukunft wettbewerbsfähig zu halten und  Synergieeffekte bei der Einführung neuester Kommunikations- und Datenverarbeitungstechniken zu nutzen, fusioniert sie 1988 mit der Stadtsparkasse Frankfurt zur viertgrößten Sparkasse in der Bundesrepublik.

Von 1989 bis heute

Von 1989 bis heute
 

Die Frankfurter Sparkasse ist stets nah am Kunden und auf der Höhe der Zeit

Nach monatelangen friedlichen Protesten fällt 1989 die Mauer, ein Jahr später, am 3.Oktober 1990, wird die Wiedervereinigung der beiden deutschen Staaten besiegelt. Im Rahmen eines bundesweiten Solidarprogramms engagiert sich die Frankfurter Sparkasse in den neuen Bundesländern und unterstützt Sparkassen in Leipzig und Erfurt beim Übergang von der Plan- zur Marktwirtschaft. Trotz der Erschließung neuer Märkte in Ostdeutschland schwächelt die Konjunktur auf Grund steigender Abgaben und Preise bei gleichbleibendem Lohnniveau und niedriger Verzinsung und die Arbeitslosenzahl steigt. Das Thema Altersvorsorge wird immer wichtiger und die Frankfurter Sparkasse reagiert darauf mit diversen Sondersparformen und Rentaplänen.

In den 1990er Jahren nimmt die Digitalisierung in der Finanzwelt Fahrt auf und die Frankfurter Sparkasse entwickelt sich zu einer Universalbank, die ihren Kundinnen und Kunden per Electronic Banking und in den Filialen erstklassige Beratung z.B. bei der Immobilienfinanzierung und im Wertpapiergeschäft bietet. Mit der 1822direkt setzt die Frankfurter Sparkasse ab 1996 ganz auf moderne Vertriebswege, darunter erstmalig auch das Internet, mit 24-Stunden-Service an sieben Tagen in der Woche. Das neu eingerichtete Qualitäts­management führt erstmalig Befragungen durch, um die Bedürfnisse der Kundinnen und Kunden zu analysieren und ihre Zufriedenheit mit den Leistungen der Frankfurter Sparkasse zu messen.

1997 feiert die Frankfurter Sparkasse mit vielen Aktionen und einem großen Bürgerfest ihr 175-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass ruft sie die Stiftung der Frankfurter Sparkasse ins Leben, in der seitdem das vielfältige soziale, kulturelle und gesellschaftliche Engagement der Frankfurter Sparkasse gebündelt ist.

Als Marktführerin in Frankfurt und der Region trägt die Frankfurter Sparkasse buchstäblich die Hauptlast der Währungsumstellung 2002. Tonnenweise werden in ihren Filialen alte DM-Münzen und –Scheine gegen die neuen Euros umgetauscht.  

Seit 2005 ist die Frankfurter Sparkasse selbständige Tochter der HELABA. Mit der Landesbank Hessen-Thüringen als starkem Partner an der Seite hat die Frankfurter Sparkasse der Finanz- und der Eurokrise getrotzt. Die Frankfurter Sparkasse unterhält auch in Zeiten fortschreitender Digitalisierung das dichteste Filialnetz in Frankfurt und der Region und ist digital oder persönlich vor Ort kompetenter Ansprechpartner in allen Finanzfragen.

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