Die Stiftung der Frankfurter Sparkasse 1822 und die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen spenden zusammen 25.000 Euro für das präventive Theaterprojekt „Mein Körper gehört mir!“ gegen sexualisierte Gewalt an Kindern im laufenden Schuljahr 2024/2025. Über kindgerechte, interaktive Theaterszenen lernen Kinder der dritten und vierten Klassen ein Ja-Nein-Gefühl zu entwickeln und sollen dafür sensibilisiert werden, kritische Situationen zu erkennen. Dabei werden nicht nur sexuelle Übergriffe, sondern auch andere Alltagsszenen thematisiert.
Das Projekt wird von der theaterpädagogischen Werkstatt (tpw) durchgeführt und soll Kindern vermitteln, dass sie ein Recht darauf haben, „Nein“ zu sagen. Sich mit ihrem Nein-Gefühl anderen anzuvertrauen, ist ein wichtiger Schritt. Deshalb gehen die jungen Zuschauerinnen und Zuschauer nicht nur mit ihren Eindrücken und Gefühlen nach Hause, sondern auch mit der „Nummer gegen Kummer“, unter der sie im Ernstfall Hilfe finden.
Das Projekt besteht aus einem Lehrkräfteworkshop, den die Beratungsstelle das fem-Mädchenhaus durchführt sowie drei Schulbesuchen der theaterpädagogischen Werkstatt, die kurze Theaterstücke passend zum Thema in den Klassen aufführt sowie anschließenden Gesprächen und Fragerunden mit den Schülerinnen und Schülern. Der sogenannte „Körpersong“ bestehend aus drei Strophen rundet das Programm zu Beginn und am Ende der drei Teile ab.
An einem vorangehenden Elternabend werden den Eltern alle Szenen vorgespielt, um sie mit Themen, Inhalten und der offenen Sprache vertraut zu machen. Einen wichtigen Teil nimmt auch die Nachbereitung im Unterricht ein, für die pädagogisches Begleitmaterial der tpw zur Verfügung steht.
Zehn Schulen nehmen in diesem Schuljahr mit insgesamt 45 Klassen und etwa 1.000 Schülerinnen und Schülern teil. In Frankfurt ermöglichen die Stiftung der Frankfurter Sparkasse 1822 und die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen durch eine Vollfinanzierung die Teilnahme am Projekt „Mein Körper gehört mir!“.
Zudem hat das Netzwerk gegen Gewalt, Geschäftsstelle Frankfurt, die zu Beginn durchgeführte Informationsveranstaltung für alle interessierten Schulen und Lehrkräfte finanziert. Inhaltlich flankiert wird das Projekt vom Staatlichen Schulamt für die Stadt Frankfurt am Main.
Im laufenden Schuljahr 2024/2025 sind die
- Heinrich-Kromer-Schule
- Diesterwegschule
- Frauenhofschule
- Ludwig-Richter-Schule
- Bonifatiusschule
- Linnéschule
- Ebelfeldschule
- Schwarzburgschule
- Schule am Hang
von der tpw bespielt worden. Weitere zehn Schulen werden im kommenden Schuljahr 2025/2026 erneut gefördert.



