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FSP und PTG betrauen das Fritz Bauer Institut mit der Aufarbeitung ihrer Geschichte während der NS-Zeit


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Die Frankfurter Sparkasse und die Polytechnische Gesellschaft Frankfurt (PTG) haben das Fritz Bauer Institut gemeinsam damit betraut, die Geschichte beider Institute während der NS-Zeit in ei-genen Forschungsprojekten näher aufarbeiten zu lassen. Dies teilten der Vorstandsvorsitzende der Frankfurter Sparkasse, Dr. Ingo Wiedemeier, und der Präsident der Polytechnischen Gesellschaft, Prof. Dr. Dr. h. c. Volker Mosbrugger, heute in einer gemeinsamen Erklärung mit.


Die heutige Frankfurter Sparkasse war im Jahr 1989 aus einer Fusion der Städtischen Sparkasse Frankfurt mit der Frankfurter Sparkasse von 1822 hervorgegangen. Letztere war ursprünglich von der Polytechnischen Gesellschaft e.V. im Jahr 1822 gegründet worden. Die Sparkasse wurde im Jahr 2005 an die Helaba verkauft.


Bei der Erstellung einer Festschrift anlässlich des 200-jährigen Jubiläums der Sparkasse in diesem Jahr wurde die Notwendigkeit offenkundig, die NS-Zeit der damals noch getrennt arbeitenden Frankfurter Sparkasse von 1822 und der Städtischen Sparkasse Frankfurt in einer eigenständigen Untersuchung aufzuarbeiten. Dr. Wiedemeier betont, „dass dabei für die Frankfurter Sparkasse die Klärung bedeutend ist, wie mit jüdischen Mitarbeitenden und jüdischen Kunden sowie deren Vermögenswerten umgegangen wurde.“


Für die Polytechnische Gesellschaft geht es in diesem Kontext darum, die ausführliche von Thomas Bauer 2010 verfasste Aufarbeitung ihrer Geschichte unter dem NS-Regime um ein wichtiges Kapitel zu ergänzen: Während die vor zwölf Jahren erschienene Studie den Blick vor allem auf die handelnden Akteure in der Polytechnischen Gesellschaft richtete, gilt es nun, einerseits das Schicksal der ausgeschlossenen jüdischen Mitglieder zu erforschen und andererseits die Verantwortlichkeit der PTG als damaliger Träger der Sparkasse 1822 zu untersuchen.


Dr. Wiedemeier und Prof. Mosbrugger sind der festen Überzeugung, dass diese Arbeiten beim Fritz Bauer Institut in besten Händen seien: „Wir sind dankbar, dass dieses renommierte Institut, das sich seit Jahrzehnten beispielgebend mit der Erforschung der NS-Zeit und des Holocausts beschäftigt, diese Aufgabe übernehmen wird.“


Die Leiterin des Fritz-Bauer-Instituts, Prof. Dr. Sybille Steinbacher, begrüßt die Initiative der beiden Institute. „Es ist wichtig und richtig, diesen Teil der Geschichte intensiver zu beleuchten, als das bisher geschehen ist. Wir als Fritz Bauer Institut werden diese verantwortungsvolle Aufgabe und wissenschaftliche Arbeit gerne angehen und zunächst im Rahmen einer Vorstudie die Quellenlage er-schließen. Begleitet wird das Projekt, das dann im Anschluss daran konzipiert wird, von meinem Kollegen an der Goethe-Universität, Prof. Dr. Christoph Cornelißen, und mir. Mich interessiert das Vorhaben auch deshalb besonders, weil wir am Fritz Bauer Institut gegenwärtig ein Forschungsprojekt zur „Arisierung“ in Frankfurt betreiben, insbesondere zum Raub von Grundstücken und Immobilien aus jüdischem Besitz. Mit Blick auf die Erforschung der Rolle der Sparkassen in der NS-Zeit erwarte ich mir hier Synergieeffekte.“


„Bei der Untersuchung der Geschichte, die auch gemeinsame Berührungspunkte aufweist, ist es beiden Instituten wichtig, dass insbesondere die Opferperspektive in den Fokus der Aufarbeitung gerückt wird“, so Prof. Mosbrugger.


Dr. Wiedemeier fügt hinzu, dass vor dem Hintergrund der NS-Zeit zudem die Betrachtung der Nachkriegsjahre wichtig sei. Er betont: „Wir sind davon überzeugt, dass Polytechnische Gesell-schaft und Frankfurter Sparkasse mit diesem gemeinsamen Schritt ein wichtiges und unmissver-ständliches Zeichen setzen, dass wir es ernst meinen mit unserer Verantwortung zur Aufarbeitung unserer Geschichte.“


Frau Prof. Steinbacher erläutert, dass nun die erste Aufgabe darin bestehe, die Quellenlage in den Archiven zu klären. Zu der Frage, wann die Ergebnisse der Untersuchung fertiggestellt und der Öffentlichkeit vorgestellt werden, könne zu diesem Zeitpunkt noch keine belastbare Aussage getroffen werden: „Gründlichkeit und Wissenschaftlichkeit müssen Vorrang vor Schnelligkeit haben. Zunächst geht es darum zu klären, wie umfangreich die verfügbaren Archivmaterialien sind, bevor konkrete Projektpläne erstellt werden können“, so Frau Prof. Steinbacher.

über die Frankfurter Sparkasse

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Die Frankfurter Sparkasse wurde im Jahr 1822 gegründet und ist heute Marktführerin im Privatkundengeschäft im Rhein-Main-Gebiet.

Die Frankfurter Sparkasse bietet als Teil des Konzerns der Helaba Landesbank Hessen-Thüringen und mit ihren Partnern aus der Sparkassen-Finanzgruppe sämtliche Finanzdienstleistungen für Privat-, Gewerbe- und Firmenkunden. Die persönliche Beratung ist der wichtigste Grund für 40 Prozent aller Frankfurter, ihre Bankgeschäfte mit der Frankfurter Sparkasse zu tätigen. Hierfür verfügt sie in der gesamten Region über das dichteste Netz von Filialen und Beratungscentern. Online-Banking und Online-Beratung ergänzen das Serviceangebot im Internet.

Darüber hinaus übernimmt die Frankfurter Sparkasse seit jeher gesellschaftliche Verantwortung. Gemeinsam mit der Stiftung der Frankfurter Sparkasse fördert und gestaltet sie das Leben der Bürger und die Zukunft der Region.

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